Waldbegehung der Waldgenossenschaft Gerechtigkeitsbesitzer Geisleden am 6. September 2025
Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich rund 70 Teilnehmer der Waldgenossenschaft Gerechtigkeitsbesitzer Geisleden sowie zahlreiche Interessierte zur traditionellen Waldbegehung. Auf dem Rundgang wurden aktuelle Themen rund um Pflege, Nutzung und Schutz des Waldes vorgestellt und diskutiert.
Natürliche Waldentwicklung
Ein Schwerpunkt war die Flächenstilllegung im Rahmen des Förderprojekts „Klimaangepasstes Waldmanagement“. Insgesamt wurden 14,22 Hektar für die natürliche Entwicklung aus der Nutzung genommen – mehr als die vorgeschriebenen fünf Prozent (12,91 Hektar). Gründe sind unter anderem schwer zugängliche Lagen, steile Hänge mit bis zu 60 Prozent Neigung, fehlende Holzlagerplätze sowie hohe Erntekosten durch geringe Stückmassen.
Grenzfragen und Pflegearbeiten
Weiteres Thema waren Abweichungen zwischen digitalen Karten und Grenzsteinen. Eine Klärung durch öffentliche Vermesser ist für 2025/2026 vorgesehen. Zudem steht am Wildacker eine dringend notwendige Durchforstung der rund 40-jährigen Bestände an. Die Arbeiten wurden an Marco Mock vergeben, das Holz geht an die Firma Freytag in Warburg.
Wege und Wertholz
Ein stark befahrener Feldweg wurde in Eigenleistung durch die Waldgemeinschaft und die Jagdgenossenschaft instandgesetzt – ohne Beteiligung des Stadtforsts. Beim Wertholzverkauf in Erfurt-Willrode erzielten die Stämme aus dem Kirchloh einen Durchschnittserlös von 300 Euro pro Festmeter, bei voraussichtlichen Erntekosten von rund 50 Euro.
Geselliges Beisammensein
Wie jedes Jahr endete die Begehung im Kirchloh, wo die Jugendfeuerwehr den Grill anwarf und für ausreichend Getränke sorgte. Bei bestem Kaiserwetter klang der Tag in geselliger Runde aus – ein gelungener Abschluss.
Text: M.Wand
Bilder: D.Wand